Geschichte Gratkorns
Frontansicht des alten Hofes aus dem Jahre 1894. (A. Mell,1894, S. 84, Fig. 2.) Der urn 1940 aufgenommene HofgrundriB zeigt (vernachlassigt man den Zubau von 1743) die dreiseitige Gruppierung urn einen lnnenhof, was dem EinfluB des oststeirischen Vier- seithofes im Sch6ckelgebiet entspricht. (W. v. Semetkowskj,1941, S. 93.) GrundriB des Felberbauern in Grat- korn: Ktlche und Backstube bildeten einst die Pauchstube, die spater durch eine Zwischenmauer unterteilt wurde. Bei dem alten Vorhaus handelt es sich urn die "Labn".1743 wurde rechts an die alte F}auchstube der Teil mit dem neueren "Vorhaus", der Selchktlche und Wohnstube angebaut. (W. v. Semetkowski,1941, S. 96.) stens beseitigt, in den noch be- stehenden Holzgebauden die Fenster vergr6Bert und ge- mauerte Ktichen angebaut."5 Ich m6chte an dieser Stelle in aller Ktirze die Fomi und Bau- geschichte wenigstens eines Gratkomer B auernhofes strei- fen. Es handelt sich urn den vulgo Felberbauer (Familie Gredler6-, Forstviertel 22), ei- ner der interessantesten Gratkorner H6fe, der schon frfuh das Interesse der Wissen- Schaft erregte.7 Einerlei, ob nun der Felberbauer auf die alte Burg Velgau zurfuckgeht oder nicht, so dtirfte, obgleich Verzierun- gen an drei Stellen die Jahres- zahl 1640 ausweisen, die be- stehende Bausubstanz aus der zweiten Halfte des 16. Jahr- hunderts stammen. Das im Jahre 1541 angelegte Reiner "Stifturbar" weist den Hof be- reits als Neubau aus und auch der Tragbalken beim Eingang zur ehemaligen Wein- und Obstpresse des Hofes trug die Jahreszahl "16XXVI", also 1626. Das altere Gebaude mit den MaBen von etwa zehn mal acht Metem ist aus gr6Beren und kleineren Bruchsteinen zusammengefugt und weist eine Grundmauerh6he von bis zu drei Metem auf. 1743 kam das Hofgebaude, ein Teil aus Holz, der andere aus Stein, hinzu, wobei der h6lzerne Bau die Fortsetzung des alten Hofes bildet. Der GrundriB des Hofes zeigt also - mit den alten Wohnhaus von 1640, ohne den Zubau von 1743 - die dreiseitige Gruppierung urn einen Innenhof, was den EinfluB des oststeirischen Vierseithofes nahelegt.
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