Geschichte Gratkorns

Kaiser Friedrich Ill., hier auf dem "Vorauer Kaiserbild" von etwa 1460, soll - der Legende nach - anlaBlich einer F]eise nach Graz auf der Burg Lueg tlbernachtet haben. (nach BlfHk 65,1991, S. 3.) Interessant ist damn eine Urkun- de vom 5. Oktober 1322 (Landesarchiv). Hier ist erstmals das Wappen eines Luegers (Geiselher) tiberliefert, namlich ein funffach gezinnter Sparren im spitzen Schild. Das runde Sie- gel (Durchmesser: 3,2 cm) weist, beginnend mit einem Kreuzzei- chen tiber der Mitte der linken Schildhalfte, die Umschrift auf: + S GEISELhERI DE [LUE]G.11 Am 18 Matz 1323 vergewissert sich Konrad Windischgrazer, Verweser des Landes- hauptmannes Ulrich von Walsee, im Auftrage des Landesfursten tiber die Grenze zwischen den Reiner und G6stinger Waldern bei Judendorf. Unter anderem werden von ihm zu dieser Sache Geiselher von Lueg, der Alte, einvernommen, unter den Zeu- gen finden sich Geiselher, Ottel und Gerunch die Lueger (Urkun- de' AR). In einer Reiner Urkunde (AR) vom 1 1. November 1340 verkau- fen Geiselher der Lueger mit sei- nen Schwestern Kunigunde und Mathilde ihrem Vetter Ott und seiner Frau Mathilde den Acker an der Niederen Wegscheide. Als Dienstmannen der Grafen von Pfannberg kommen die Lueger im 14. Jahrhundert wie- derholt vor. Weitere Nennungen der Lueger in Kurzform: 1343: Gerung Lueger verkauft einen Wald im Hofbach (Regestenteil Urbar D, AR); 20. Marz 1345: Ulrich der Silberknol und Niklas der Tampekch verkaufen mit Einwil- 1igung ihrer FrauenGertraud und Kunigunde und deren Schwester Mathilde, Geiselhers T6chtern, dem Stift Rein 30 Grazer Pfen- nige auf einem Wald "in dem Harde daz gelegen ist in dem Hofpach. Ich Ulrich mit meinem anhangenden Insigel und Nyclas , der nicht aygens Insigel hat, nit unser paider Swager Geyselhers, von des vordern daz Guet chomen ist, anhangenten Ins- igeln." (Urkunde, LA); 23. April 1346: Ott der Lueger erwirbt einen Acker beim "Cental". (Urkunde, AR); 25. Juli 1346: Ott der Lueger und seine Frau Mathilde ("Matz") und Wolfker mit seinem Sohn Uell begaben das Stift Rein mit einer Hofstatte auf dem Btihel bei Velgau und mit acht dazuge- h6renden Ackern, die sic von Gerung dem Lueger erkauft hat- ten. (Urkunde, AR) - Ott der Lueger verwendet ein Wappen wie Gieselher, die Umschrift auf dem Siegel lautet: "OTLINI LVEGAR|.12 1346: "Gerungus Lueger profitetur, quod Otto Lueger et Wolfger de Lueg dederunt nobis aream gelegen auf dem puchil pey Velgow voluntate eius accedente, et resignat omne ius, quod sibi videbatur competere in eadem." (Regestenteil des Urbars D, AR); 25. Juli 1346: Diese Urkunde (AR) siegelt Ullein (Ulrich) fur seinen Vater Wolfger. Als Wap- pen erscheint diesmal ein Tier- rumpf mit langem, geknotetem Schwanz in einem spitzen Schild. Umschrift: VLRICI WOLFGERI DE LV[EG].13 21. Oktober 1348 : Peter der Freie

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