Geschichte Gratkorns

Das Dorf worth in der KG Fries- ach nach der Katasteraufnahme von 1823 (mit Erganzungen bis tw.1850). Bauparz. Nr.11: W6rthwirt, 12: Hansbauer (W6rthannerl),13: Kolmanbauer, 14: Griebler,15: Mayerhisl,16: Sanz,17: W6rthschneider,18: Pfisterer, 20: Ktlgerlschuster, 21 : Thorbauer. (AG / FK) 54 SchrauB (1450) Der SchrauBberg liegt etwa 700 Meter n6rdlich der Pail in der Katastralgemeinde Gratkom - St. Veit ob Graz. 1450 wird er als "der Schraucz" ("Schrauncz") erstmals im Reiner Urban (AR) genannt. Die "Schrause" be- zeichnet im Steirischen die Schraube. Der vulgo SchrauBbauer liegt in der Katastralgemeinde Gratkom-St. Veit ob Graz, etwas n6rdlich der Dult.51 55 St. Stefan (1390) Das Kirchendorf St. Stefan, ein Kilometer nord6stlich der Industriesiedlung Gratkom, bil- dete bis zu Ende des 19. Jahrhunderts den Mittelpunkt der Ge- meinde. Mit der Ex- pansion der Papierfa- brik und dem Entste- hen der Industrie- siedlung verlor St. Stefan sukzessive an Bedeutung, am 17. Marz 1904 wurde die Gemeinde offiziell von St. Stefan am Gratkom in Gratkom umbenannt. Die alte Kirchen- siedlung ``s. Steffan ob Endricz in parochia s. Egidii in Grecz" wird 1390 in einem Urbar des landesftirstlichen Marchfutteramtes (AR) erstmals ur- kundlich genannt. Der Name leitet sich von der dem heiligen Stefan geweihten Kirche ab. Eine Sied- lung bestand hier frei- lich bereits lange Zeit vor der Errichtung dieses Gotteshauses. Weitere urkundliche Nennungen erfolgen 1395 ("s. Stephanus"),14o7 ("das dorff s. Stephan ob Graeetz bey der Muor"), 1414 ("s. Stephan ob Endritz"), 1422 ("s. Steffan bey der Muer ob Gretz"), 1429 ("-bey dem Lueg"), 1449 ("s. Stephan in Krakorn"), 1467 ("s. Steffan ob Graecz"), 1478 ("- vnder dem Lug gegen Greydwein vber"), 1478/ 80 ("-ob Andritz"), 1486 ("-zu Krakorn gegen Gredwein vber") und 1491 ("-enhalb der Muer von Reun aus"). 1499 wird St. Stefan, und dies ist bemerkenswert, als "s. Stephanus in Wagran" urkund- lich genannt.52 (Siehe auch das entsprechende Ka- pitel zur Kirchengeschichte.) 56 Steinbauer (ca. 1400) Der vulgo Steinbauer in der Katastralgemeinde Kirchen- viertel, etwa 1.100 Meter stid- westlich von St. Stefan, zwi- schen Mur und alter ReichsstraBe gelegen, wird urn 1400 im Ur- bar der Grafen von Montfort (Landesarchiv) als das Geh6ft "am Stain" erstmals urkundlich genannt. Eine weitere Nennung erfolgt 1486 ("am Stain").53 57 Tang(e)lbauer (ca. 1375) Etwa 1 Kilometer stidwestlich des Felberbauern, in der Katastralgemeinde Forstviertel, liget der Tang(e)lbauer, bzw. der Tang(e)lried. Urn 1375 erfolgt die erste Nennung im Reiner Kastenbuch (AR) als "am Tangel". Das mittelhochdeutsche "tengelen" bedeutet soviel wie "klopfen, hammem". Im Steiri- schen versteht man unter "tangeln" das Aushammem oder Scharfen. Andererseits bezichnet das "Tangelholz" im Steirischen ganz allgemein das Nadelholz. Dieser Interpretation m6chte ich den Vorzug geben. 1486 erfolgen Nennungen als "am Dangel" und "am Tangel", auch von 1487 ist die Nennung "am Tangel" tiber|iefert.54 58 Thatten(hop (1395) Der Trattenhof, an der alten ReichsstraBe etwa 900 Meter stidwestlich von St. Stefan gele- gen, wird vermutlich 1395 erst- mals urkundlich genannt. Im Franziszeischen Kataster scheint an dieser Stelle der Flurname "Tratten" auf, so wird im Steiri- schen ein bei der Dreifelderwirt- schaft ausgespartes, unbebautes Ackergut bezeichnet, das mit Holz nicht beschtittet und mit Gras nicht so schlecht bewach- sen ist, sodaB es zur Weide ver-

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