Geschichte Gratkorns
49 Pakarisch (urn 1450) Der Flurname "am Pakarisch" bei St. Stefan wird im Reiner Urbar von urn 1450 (AR) erst- mals genannt. Dieser Name, des- sen genaue Lokalisierung zwei- felhaft ist, stammt vermutlich aus einer (nicht tiberlieferten) slawi- schen Wurzel. Das slowenische "paka" bedeutet soviel wie "An- h6he".46 50 Petschen (1265) Der Petschenbauer liegt 600 Meter westlich des Felberbauem in der Katastralgemeinde Forst- viertel. Die Petschen selbst wird im Rationarium Styriae von 1265 (Kopie im Landesarchiv) erstmals als "Peschen" genannt, der Name (auch "P6tschen") stammt vom slawischen "pec" und bezeichnet eine Felsklippe, beziehungsweise einen Fels. Weitere Nennungen erfolgen 1486 als "im Poetschen" und 1487 als "am Potschen".47 51 Rannach (1364) Der Name Rannach wird erst- mals im Jahre 1364 in einer Ur- kunde (Landesarchiv) als "in dem Raenich in Sembriacher gegent" genannt. Die (Hohe) Rannach nimmt heute den n6rd- 1ichen und 6stlichen Teil der Katastralgemeinde FreBnitzviertel ein, der dicht be- waldete Berg erreicht eine H6he von 1018 Meter. Etwa 1.900 Meter von der Einmtindung des Haselleitgrabens entfemt liegt, in nord6stlicher Richtung, etwa 3 50 Meter vom R6tschgraben ent- fernt, der alte Rannachbauer. Das Wort "Rannach" selbst ist slawischer Herkunft und leitet sich von "ravno", ("rovno") ab, was als "eben, flach" zu tiberset- zen ist. Mit der Hohen Rannach wird also eine relativ hoch (auf einem Berg) 1iegende Ebene be- zeichnet. Weitere Nennungen stammen aus den Jahren 1380 ("im Ranach"), 1395 ("im Renach"), urn 1400 ("Revnach", "am Rannoch", im Rennach"), urn 1430 ("im Raena"), 1450 ("Ren- ach") und 1486 ("am Raenach in s. Veits pfarr"). Die Bezeichnung "Rannach- graben" fuhren heute zwei Gra- ben, einer 400 Meter n6rdlich des Gastbauerkogels und einer 1.300 Meter n6rdlich der Hohen Rannach. Ein gleichlautender Flur- und Siedlungsname liegt etwa 2,8 Kilometer stidlich der Hohen Rannach, 1.500 Meter nordwestlich Statteggs.48 52 R6tsch (1367) Der R6tsch- oder Retschgraben bildet die Nordgrenze der Katastralgemeinden Friesach - St. Stefan, Forstviertel und FreBnitzviertel, zugleich j ene der Marktgemeinde Gratkorn nach Norden tiberhaupt. Die erste Nennung erfolgt in einer Urkun- de von 1367 (Landesarchiv) als "in der Retsch". Die Wurzel die- ses Wortes liegt im slawischen "reka" oder "rieka" ("FluB"), beziehungsweise in der Deminutivfomi "recica" ("klei- ner FluB, Bach"). 1395 wird die R6tsch als "die Echsch", "die Eczchs" und "die Reczchs" ge- nannt, urn 1430 als "in der Retsch", 1432 als "die Retsch in Sembriacher pfarr", 1486 als "die Resch" und 1487 als "die Ratschs".49 53 Schattleiten (1494) Der Flurname Schattleiten be- zieht sich auf die Abhange (vgl. "Leiten") eines 6stlich Harts ge- legenen H6henrtickens in der Katastralgemeinde Gratkom - St. Veit ob Graz. 1494 wird im St. Lambrechter Urbar, Amt Biber (Stiftsarchiv St. Lambrecht) die Schattleiten erstmals als "Schatleutten" genannt.50 Das Dorf Jasen in Plichtung H6chwirt / Ftannach urn 1890, aufgenommen vom bert]hmten Historiker Univ.-Prof. Dr. Anton Mell. Der Standort des Fotogra- fen dtlrfte im Bereich vulgo Ferstl / Jasenweber-Mtlllerwirt gelegen haben, das weiBe Gebaude im Hintergrund geh6rt zum vulgo Feibl. (Lokalisierung und Vulgarnamen laut Franziszeischem Kataster) (Sammlung Gasthaus Pucher, Rosa Faninger)
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