Geschichte Gratkorns

"Hart, der Eisenbahn abwarts rechts." Lithographie von Josef Kuwasseg,1844. Unter Hart wird das Gebiet des linken Murufers bezeichnet, etwa von der Mtlndung der Dult bis zum Pailgraben. (J. Kuwasseg, 1844. Nr. 32.) Neben dem Gsullbauer besteht der H6chwirt (Bauparz. Nr. 29), er hat den allen Vulgonamen H6chmotzl (-natzl). An der Weggabelung der vulgo Brunnsimmerl (heute als Graf ein- getragen) und Holzlakner (auch Horlachner oder Hollackner). (Katasteraufnahme von 1823 mit Erganzungen bis tw. 1850.) (AG / FK) 23 Gs6ll (-bichler) (1487?) In unmittelbarer Nthe des Hofes vulgo Burgstaller befand sich der 1487 (Gratweiner Urbar, AR) erstmals genannte"Zelptichler am Rannach". Der Hof befand sich in der Katastralgemeinde Gratkom - St. Veit ob Graz. 24 Gsu(o)lI (-bauer) (ca. 1430) Der Gsullbauer liegt etwa 800 in 6stlich des Felberbauern in der Katastralgemeinde FreBnitz- viertel. Urn 1430 (Urbar Teufenbach, Kopie im Landes- archiv) wird die Gegend erstmals als "yin Geschol (in der Grussaw)" ge- nannt. Das mittel- hochdeutsche "gesol" bezeichnet eine Pftitze oder eine Lacke. 1486 und 1487 erfolgen Nennungen als "im GScho|".21 25 Hagendorn (1475) Eine Urkunde aus dem Jahre 1475 (Landesarchiv) nennt erstmals die Gegend "im Hagendorn in der Awen in s. Steffans pharr". Bei dem "Hagedorn" ham- delt es sich urn das bereits dem Mittel- hochdeutschen be- kannte WeiB- oder Hagedorn, ein Heckenbaum. Zu lokalisieren wird diese Gegend im Bereich der ehe- maligen Murauen im Grenzbereich der Katastral- gemeinden Kir- chenviertel und Gratkom-St. Veit sein. Der Haggenbauer liegt bei Schattleiten.22 26 Haritz (|graben, -bach, I bauer) (1395) Der Haritzgraben erstreckt sich von Unterfriesach in stid6stlicher Richtung bis in die Katastralgemeinde Forstviertel, wo wir auf den Hof vulgo Haritzhiesel treffen. Erstmals genannt wird die Haritz im Rei- ner Urban von 1395 (AR) als "in der Herres". Urn 1430 ist die Haritz als "in der Hoerrocz", 1445 als "in der Hurrocz", 1486 als "die Haritz" (bzw. "die Heritz") und 1487 als "in der Heritzen" tiberliefert.23 27 Harregger (1390) Zwischen Felberbauer und Grubenbauer befindet sich in der Katastralgemeinde Forstviertel der Harreggerhof. Seine erste urkundliche Nennung erfolgt im Jahre 1390 (Urbar des March- futteramtes im AR) als "Hardekk". Das mittelhochdeut- sche "hart" bezeichnet neben ei- nem festen Sandboden auch den Wald; diese Bedeutung trifft hier wohl zu. In zusammengesetzen Ortsnamen bedeutet "-hard(-t)-" entweder "steiniger Boden" oder "Heideboden ohne Anbau". 1486 erfolgt die Nennung als "am Hardeckh", was dahinge- hend zu interpretieren ist, daB der Hof an einem vorspringenden Waldsttick liegt. Urn 1555 wird der Hof als "Hardegkh in s. Steffans Pharr ob der Andritz" genannt.24 28 Hart(d) (1345) Der Name Hart wird in einer Urunde aus dem Jahre 1345 (Landesarchiv) als "in dem Harde in dem Hofpach" (Hof- bach bei der alten Burg Lueg) erstmals urkundlich genannt. Das mittelhochdeutsche "Hart" ("Hard") bezeichnet - neben ei- nem festen Sandboden - weitaus haufiger den Wald schlechthin. Das Steirische kennt "Hart" in der Bedeutung einer mit Ge- strtipp bewachsenen Flache.25 29 Hart(d) (1371) Neben dem abgekommenen Flurnamen "Hart im Hofbach" wind mit "Hart" auch die Gegend 800 in stidlich der Dult bezeich- net, an der Grenze zwischen den Katastralgemeinden Kirchen-

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