Geschichte Gratkorns

Bei der Schaffung der Steuer- und Konskriptionsgemeinden bzw. Katastralgemeinden wur- de die Grenze zwischen den Katastralgemeinden Fries- ach/St. Stefan und Friesach mitten durch das Dorf Fries ach gezogen. Der n6rdliche Teil gehdrt zur MG Peggau, der stldliche zur MG Gratkorn. Bauparz. Nr. i : F}ossfranz (Franzbauer), 2: Papst, 3: Brunnblas, 4: Brunnhansl, 5: Brunnpeter (-jakl), 6: Kr6pfl, 9: Steindl,10: Steindl - Haarstube. (Katasteraufnahme von 1823 mit Erganzun- gen bis tw.1850.) (AG / FK) Birke, ab. Weitere Nennungen erfolgen 1348 als "Vresnitz", "Fresnitz", 1395 als ``an der Fresenitz", 1407 als "die Fresnytz", 1450 als "Fredwitz" und 1486 als "die Fresnitz".15 18 Friesach (Unter-) (ca. 1050) Am Nordende der Katastralgemeinde Friesach-St. Stefan liegt das alte Doff Fries- ach. Genannt wird es in einer urn 1050 ausgestellten Urkunde (Landesarchiv), in der Erzbi- schof Balduin von Salzburg mit den beiden Vollfreien Waltfried und Eppo Gtiter zu Kapell bei Amfels eintauscht und ihnen da- fur Zehente erlaBt. Dem Voll- freien Eppo erlaBt er Zehente in Peggau, "Algeristeti" und "ad Fresah". Dieser Name leitet sich vom slawischen "breza" ("briza"), die Birke .(vgl. FreBnitz), ab. Weitere Nennun- gen erfolgen 1265 als "Frisaca", 1318 als "Friesach",1353 als "Vriesach nider Peccach" und 1436 als "doff Friesach im landt steyer".16 19 Geierkogel (1486) Der Geierkogel in der Katastralgemeinde Gratkom-St. Veit ob Graz,` etwa 900 in stid- lichderHohenRannachgelegen, wird im Gratweiner Urbar von 1486 (AR) als "am Khogel in Raenach" erstmals urkundlich genannt. Der mittelhochdeutsche "kogel" (auch "gugele", "gugel" oder "kugel") stammt vom mit- tellateinischen "cuculla" und be- zeichnet eine Art Kapuze. Das Steirischekennt die :r`qugelhaube". In diesem Falle bezei6hnet der Kpgel e{ine in riaribenformige Erhe,,bung.17 + 20 Gratkorn (1449) "Gratkorn"` diente bis zum Be- ginn des 20. Jahrhun- derts nicht als Siedlungsname. Den Namen Gratkom tragt die Gemeinde tiber- haupt erst seit 17. Matz 1904. Bis dahin, seit Einfuhrung der Gemeindeverfassung und Konstituierung der Ortsgemeinden im Jahre 1849, hatte die Gemeinde den amtli- chen Namen St. Ste- phan (St. Stefan) am Gratkorn getragen. Lange nachdem das Dorf St. Stefan 1390 im Montforter Urbar (Landesarchiv) ge- nannt wird, erscheint in einer Urkunde des Jahres 1449 (Landes- archiv) "s. Stephan in Krakom", also St. Ste- fan im (bei) Gratkom. Im Gratweiner Urbar von 1486 (AR) wird St. Stefan wieder nit dem Zusatz "zu Krakorn gegen Gredwein vber" naher 1okalisiert, ebenso in einer Ur- kunde von 1491. Heute bestehen zwei Siedlungen: das alte Doff St. Stefan (am Gratkom) und die Industriesiedlung Gratkom. Auf die Etymologie wurde bereits detailliert eingegangen.18 21 Gruber (Grubenbauer) (1360) Das in der Katastralgemeinde Forstviertel liegende Geh6ft, etwa 500 in stidwestlich des Felberbauern, wird in einer Ur- kunde (Landesarchiv) von 1360 als "die -Grueb" erstmals ge- nannt. Die mittelhochdeutsche "gruobe" bezeichnet eine Grube oder einen Steinbruch. Weitere Nennungen erfolgen 1414 als "in der Grub", 1479/80 als "in der Grub" und urn 1555 als "Grueb in s. Steffans Pharr ob der Andritz ob Graetz gegen der Muer".ig 22 Grussach (-au, -bauer) (1370) 600 in stidlich des Felberbauem liegt in der Katastralgemeinde FreBnitzviertel der Grusabauer. In einer Urkunde aus dem Jahre 1370 (Landesarchiv) wird das Gh6ft als "in der Grussaw" erst- mals urkundlich genannt. Eine weiterer Nennung "Grussaw" er- folgt urn 1400, 1486 verzeichnet man "Grussaw" und "Grussa", 1487 "Grussau".20 Vulgo Lechner, Tanglbauer, Brandlbauer und Grubenbauer in der KG Forstviertel nach der Katasteraufnahme von 1823 (mit Erganzungen bis tw.1850). (AG 15 0K 164; 08, S.194; F. Krones, 1878, S. 20, a. Mader,1986, S. 24 (Frer3nitz bei Gratkorn fehlt). i6 0K i63,164; 08, S.195; StuB I, Nr` 58, S. 66f; F. Krones.1878, S. 20 u. 40; a. Mader,1986, S. 23f. 17 6K 164; 08, S 205; Th. Unger, 1903, S. 313; M. Lexer,1986, S. 781 18 0K 164; 08, S. 439: ErlaB der k. u. k Stattha!terei Graz vom 17. Marz 1907, AG. 19 6K 164; 08, S. 239; M. Lexer, 1986, S. 77, 20 0K 164; 08, S. 241.

RkJQdWJsaXNoZXIy NjM5MzE=