Geschichte Gratkorns

Abgaben an die Grund- herrschaften erfolgten ursprt]ng- lich in Naturalien: Kase, Eier, Korn etc. Die Kornabgaben an Flein wurden im Granarium (Kornspeicher) und jn den mittel- alterlichen Wirtschaftsgebauden des Stiftes gelagert. Aufnahme von Univ. Prof . Dr. Anton Mell urn 1890. (Sammlung Gasthaus Pucher, Posa Faninger) Verwaltungsbeamter fur dieses Amt ist 1395 nicht bezeugt, wohl aber einer fur das Amt Eggen- feld. Er heiBt Nycolaus und be- kleidet das Amt eines Suppans. Uber die Herkunft und Funktion dieser Suppane wurde viel ge- forscht. Man darf davon ausge- hen, daB ein Suppan als Dorfvor- Untertanigkeitsverhaltnis eines anderen Hemi begeben wtirde. Uberdies sei er als Suppan ver- pflichtet, allen anderen der Grundherrschaft nicht anschlie- Benden Besitz zu verkaufen und den Ertrag in deren Gebieten in Grundsthcken anzulegen. Auch der Suppan in Eggenfeld 5 LOU, S. 309. 6 VgI, S. Waiter,1969, S. 267ff 7 StuB !!, Nr. 87, S 134f. 8 StuB i!, Nr. 87, S.134f 9 Vgl, dazu F. Krones,1897. S. 435ff- 10 H. Balt!,1986, S. 57 11 Vgl, auch: LGU, LXXXIvff, (Ein- leitung Alfons Dopsch) 12 M. Winkler,1977, S, 82. 13 Vgl. A. Gasparitz,1886.103 ~ 144. 14 Beiner urbar D yon 1395, S. 98' APl. 15 L. Grill,1970, S.171. 16 M. Wink!er,1977, S. 29. 17 0. Pickl,1950, S. 99. steher im Bereich slawischer Dorfgrtindungen fungierte, so vermutlich auch in Eggenfeld.6 Der Begriff der "Suppania" als d6rflicher Amtsbezirk findet sich besonders gut in einer Urkunde aus den Jahre 1207 belegt. Dar- in ist die Rede von einem Dorf (Brizlausdorf vor Pettau), das in zwei Suppanien zerteilt worden war.7 Eine weitere Urkunde aus dem Jahre 12778 beleuchtet ein Rechtsverhaltnis, wie es auch den Eggenfelder Suppan zur Herrschaft Rein ausgezeichnet haben mag: Der Suppan Stinko von Hermannsdorf (Hermanetz bei Friedau) verpflichtet sich, all seine Gtiter sogleich preiszuge- ben, wenn er ohne Erlaubnis und Einverstandnis der Grund- herrschaft sich bei Lebzeiten ih- rem Dienste zu entziehen ver- suchte oder sich in das hatte innerhalb des Dor- fes und des Amtes un- ter den stiftseigenen Untertanen fur Friede und Ordnung zu sorgen, die Interessen der Grundherrschaft zu ver- treten und ihren Besitz zu mehren.9 Dartiber hinaus ist ftir den Eggenfelder Suppan zu vermuten, daB sein auch noch im Spatmittelalter mit wichtigen Aufgaben versehenes Amt als eine Art gewahlter Dorfvor- steher auf eine 6rtliche Einheit zurtickgeht.10 Der Suppan fungierte also im mittelalterlichen Eggenfeld in erster Linie als Wirtschafts- beamter der Grundherrschaft, den neben der Aufsicht tiber das grundherrschaftliche Gut und die Vereinnahmung der Abgaben auch gewisse Kompetenzen in der Rechtsprechung zukamen.11 Suppane bekamen in der Regel von der Grundherrschaft als Ent- schadigung fur ihre Dienste Er- leichterungen bei den Abgaben zuerkannt. Nicht selten verftig- ten sie tiber eine abgabenfreie Hube, Halbhube oder zumindest Acker, manchmal hatten sie so- gar Anteil an den Abgaben der Untertanen. Zwar ist ftir den Eggenfelder Suppan keine sol- che Bevorrechtung im Urbar D verzeichnet, doch ist eine solche Amtsentschadigung mit groBer Wahrscheinlichkeit anzuneh- men.12 Die Oberaufsicht tiber die Rei- ner Verwaltungsamter, so auch Eggenfeld und Foramen (Lueg), tibte der Oberkellerer des Stiftes aus, untersttitzt wurde er vom Unterkellerer. Zweimal jahrlich hatten sic die Amter aufzusu- chen, nahmen von den Verwal- tungsbeamten - wie vom Eggen- felder Suppan - Abgaben und Zinse in Empfang und schlich- teten Streitigkeiten.[3 Hatten Grundherrschaft Stift Rein. Das 1129 gegrtlndete Zisterzienserstift auf einer Lithographie des Johann Vincenz F`eim urn 1845. (J. V. Pleim, Nr. 345) -----_*- -cO -in --`````\---- vyev:r¥~fty±ii:so~!I~* -^-.-.---.-`.`..--`--`` i ai or i;<Z .`` . - . i; `- ,irfe¥#'`- xptt +g%se vesseng#„g¢'Sgras9 -i ' fro +* `€ r%^ {i.* `.`` ..` >S`* ^t,> ' {+ *y j* `. .^'€?%~aeSgrfet*a#&S i ` i ;. i.,A &# ^vg¥±3+ { of` „`',ii=^ - + `v r;ife;¥t#fis<'RExp^ •: :;;- --as&,%-&±,+A;i ;> £+tt<%se¥`r*gngrfe v v^j`^>?#<¥ i vri iiyv!3~ v«¥d`as#<% ut¥ffi¥ & ar^&~--€ ae-i. •;ffiREae#RERE`- --- ¥¥` - " - -art-*ifei--di €Isi*'```So¥^ ae+-¢ g fji ^.^ +«x » -^X, > \ -,,-,,-s-.i,f`.;,.?S^3,&f-,*,* -RESS,---?-`. - ¥* a.-`:- ng, A »3 i ¢ + {,+ •ul+ rj^ ¥5i £ap¢?>^€ty¢£¢,"¥„<exgae¢&<¥rs<REEL%#€ ce,-,-i,-:--.-..,,..,ix,,:,;..;-,.±.--;x.i-------.i-'*,¥±,x-.,,-,ffi:,-,*i 9 -S¥``-,i ffl§t§:%j;:¥£`:;'<-_=*y;€..*i';gjfg,::`¥=*``»...`',..+.`,v:se =`i^-`A`,-i-v%¢---.. :`-. J+ x+ ..`,.`:i . . an^cO%:rarfgr*4} i< -.#fffca{,.,I EN' ^*nge>p--!=,-,,,:-,-:,i,,:-/# - ^vffi^ +» st;%f»¢<+ ``- aster a i r,a,.-#f3+ .r`' '` ----------. .-``,.as *>>,+* vz ac * as -jiSi--S.jfr:fr..

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