Geschichte Gratkorns
G6sting war, nach Peggau, die ftlr Gratkorn wichtigste Grund- herrschaft. Etwa 15 Prozent der Gratkorner Bauernh6fe wa- ren der Herrschaft G6sting untertanig. Nach dem Theresiani- schen Kataster hatte die Herrschaft G6sting Vogteiholden bei St. Stefan (Urbar Nr. 484 -493), in der Velgau (494 -498), in der Grussau (499 -501) und in der Dult (502 -507).Liegt die frtihe Geschichte der Burg G6sting auch im Dunkel, so bedeutend ist ihre F3olle fur die Kolonisierung des Landes. Hans Pirchegger und Fritz Posch leiten den Namen vom slawischen "gostinca" (Herberge) ab, Fritz Posch vom slawischen "gozd" (Bergwald). Ein Abkomme der Aribonen, der Hochfreie Swigger, hatte die Burg erbauen lassen, nach der er sich im Jahre 1138 erstmals nannte. Die Sage vom "Jungfernsprung" ist wohl jedem Gratkorner bekannt. Der Name ist, so Flei- ner Puschnig, "auf eine volks- etymologische Umdeutung der alt- slawischen Benennung einer vorchristli- chen Kultstatte zurtlckzuftlhren". Auch bei Siebenbrunn soil, so Franz Leskoschek, ein altes Heiligtum bestanden haben. 1723 brannte die Burg Gosting nach ei- nem Blitzschlag aus.1843/44 brach man Teile der F}uine ab, urn bllliges Baumateri- al ftlr den Eisenbahnbau zu gewinnen. 1925 konstituierte sich der "Verein zur Er- haltung der F}uine G6sting" und begann mit ersten FRestaurierungsarbeiten. Der Burgenverein G6sting, der heute unter der fachkundigen Leitung des Landeskonser- vators Hofrat Dipl. - Ing. Dr, Friedrich Bouvier steht, hat sich zum Ziel gesetzt, "die Burg G6sting als kulturelles Erbe auch kommenden Generationen in einem gesi- cherten baulichen Zustand zu hinterlas- sen," Die Photographien stammen aus den Jah- ren 1900 bis 1923. (Sammlung Horst Ziegler und lngo Mirsch)
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