Geschichte Gratkorns
B]E ddDu® EL®eA AB sTffiAEIEN®LURE" BEs uAELREEs ®6® UENB B]E FffieeHE BEs]EBELUN® Am 20. November des Jahres 860 schenkte in Matighofen K6- nigLudwigderDeutscheaufBit- ten des Erzbischofs Adalwin von Salzburg der Salzburger Kirche 41 H6fe, die bereits frfuher dem Erzstift als Lehen tibertragen worden waren.1 Als 40. Besit- zung in dieser Reihe werden "ad Strazinolun duo loca", also zwei Gegenden bei StraBengel, genannt. Die Lokalisierung des ersten Gutes st6Bt auf keine Pro- bleme. Es erstreckte sich vom heutigen Gratwein bis zur Burg Helfenstein, die Mur bildet die 6stliche Grenze.2 Die Lokalisierung des zweiten bei StraBengel gelegenen Besit- zes stieB vorerst auf Desinteres- se, damn auf Schwierigkeiten, weil in der Umgebung von StraBengel weitere Besitzungen der Salzburger Kirche fur diese Zeit nicht direkt nachweisbar sind. Erst Fritz Posch konnte mach eingehenden besitz- geschichtlichenUntersuchungen die Frage mach dem zweiten Salzburger Hof beantworten. In einer Urkunde vom 26. No- vember 1223 bestatigt Erzbi- schof Eberhard 11. den Kloster Rein die Schenkung von Gtitem zu "Prunne" und "Thulgen", also Brunn und Dult, seitens des Mi- nisterialen "Haertwic de prunne". 3 Aus der Tatsa- che der aus- drticklichen Bestatigung dieser Schen- kung seitens des S alzburger Erz b i s c h o f s geht hervor, daB es sich da- bei mit groBer Wahrschein- 1ichkeit urn ur- sprtinglichen Salzburger Besitz handelt, der vom Salzburger Ministeria- 1en Hartwig von Brunn dem Stift Rein tibertragen wird.4 Eine genaue Lokalisierung die- ses Besitzes bleibt (und schon gar ohne archaologische Funde / Befunde) problematisch, "da der Name Dult den ganzen Umkreis des Dultbaches, also das gesam- te Tal, zu umfassen scheint (...)."5 Im Reiner Urbar von 1395 (AR) werden im Amt Eggenfeld, hier wurde der Reiner Besitz in der Dult und bei Brunn verwaltet, in "Proen" (Brunn) die Hofstatt Faber sowie zwei weitere Unter- tanen verzeichnet. Der eine, Vllein Gruezer, zinste zu St. AgydiusfurseinehalbeHubeein halbes Talent, ein gewisser Soergl zinste ftir seine halbe Hube eine halbe Mark, dariiber- hinaus 16 Pfennig fur die Arbei- ter am Palmsonntag, zu Pfing- stem ein Faschingshuhn und 40 Eier zu Ostern. In der "Dullg" (Dult) lieferte Nyckla von einem Hof (curia) zu Agydius funf Schilling, zu Ostem 40 Eier, zwei Faschingshennen sowie 40 Pfen- nig. Mit Recht stellt sich die Frage6 , ob dies denn der gesamte vom Ministerialen Hartwig dem Stift gewidmete alte Salzburger Be- sitz von 860 ist. Auch stellt sich die Frage, was es mit den 13377 von den Bridem Heinrich und Hermann von Kranichberg zu ei- nem Seelgerat nach Rein gewid- meten Gtitem "in der Dulgen", sic umfaBten immerhin die da- mals bedeutende Summe von sechs Mark, auf sich hatte. Nach dem Montforter Urbar von 1410 (Landesarchiv) besaB auch die Herrschaft Stadeck zwei Hof- statten und eine Hube in der Der Name StraBengel stammt wahrscheinlich vom slawischen "straza" (Warte, Aussichtspunkt) und wird bereits 860 erstmals ur- kundlich genannt. Mit einem der "duo loca ad Strazinolun" (zwei Gegenden bei Straf3engel) ist die Dult gemeint. Photographie urn 1900. (Sammlung Horst Ziegler)
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