Geschichte Gratkorns
BAus®E§eREEELEEN (EL®eELBAEL#} Die Modernisierung be- stehender Wohnungen so- wie den vermehrten Bau neuer Wohnungen hatte Btirgermeister Fandl schon zu seinem Amtsan- tritt als Schweapunkt sei- ner Politik bezeichnet. Mit 200 Wohnungssuchenden zu diesem Zeitpunkt orte- te er einen erheblichen Nachholbedarfaufdiesem Sektor, den er so schnell wie m691ich aufholen wollte. Tatsachlich konn- te er schon bei seinem Antrittsbesuch bei dem fur SP - Gemeinden zu- standigen Landes- regierungsmitglied LH- Stv. Hans Gross die Zusa- ge auf vermehrte Mittel aus dem Wohn-bautopf des Landes erreichen. Zu- satzlich zu laufenden Vor- haben wollte LH-Stv. Gross F6rdermittel fur 60 Wohneinhei- ten bis 19901ockermachen. So richtig los ging es 1990 mit dem Baubeginn fur 50 Wohnun- gen als erste Etappe des Projek- tes Dr. Karl Renner - StraBe / Ja- kob Syz - Weg, zugleich startete ein kleineres privates Projekt. DaB man so viele F6rdergelder - die genannte Siedlung war auf mehr als 300 Wohnungen kon- zipiert - vom Land erhielt, war der Tatsache zu verdanken, daB man auf anderwarts tibliche Ri- valitaten zwischen "roten" und "schwarzen" Genossenschaften verzichtete und fur die Realisie- rung drei verschiedene Genos- senschaften heranzog: Die Leykam Siedlungs - GmbH, die Neue Heimat und die GWS. Somit konnte man Geldmittel aus "roten" wie auch "schwar- zen" F6rdert6pfen lukrieren. Neben dem Wohnbau ist aus der B autatigkeit dieses Dezenniums unter anderem das neue Rtisthaus der Freiwilligen Feuerwehr Friesach zu nennen, das 1989 seiner Bestimmung tibergeben wurde. Die Kosten dafur teilten sich die Gemeinden Gratkorn, Peggau und Semriach. Mit dem Aufwand von 2,5 Millionen Schilling ware man aber nicht ausgekommen, hatten nicht die Mitglieder der Wehr selbst 1.500 unentgeltliche Arbeitsstunden geleistet. Als dringend notwendig erwies sich Ende der 80er - Jahre die Erweiterung des Ortsfriedhofes. Man zog dazu den ehemaligen Domainko - Grund heran, der sich mittlerweile im Gemeinde- besitz befand und wahlte ftir die Gestaltung eine parkahnliche LOsung. Noch 19891ag das Pro- jekt von Dipl. -Ing. Wigand vor, im Jahr darauf begann man mit der Realisierung. Gleichzeitig wurde die Aufbahrungshalle renoviert bzw. adaptiert. 1994 wurde die Anlage durch ein von Fred H6fler geschaffenes Mahn- mal erganzt - kein heroisieren- des Kriegerdenkmal sondern ein "Zeichen fur die Auferstehung und somit Tr6stung ftir die Trauernden." Seit Mitte der 80er - Jahre hatte es Uberlegungen gegeben, in dem langgezogenen Ort so etwas wie ein Ortszentrum zu schaffen. Im Flachenwidmungsplan hatte man vorsorglich ein entsprechen- des Areal fur diesen Zweck aus- gewiesen. P16tzlich,1988, schien das "Jahrhundertprojekt" durch den Plan einer Handelskette ge- fahrdet. Die Gemeinde legte sich quer, schlieBlich fand die Han- delskette im Stiden des Ortes ein geeignetes Areal - der Weg zur Realisierung des Ortszentrums war frei. Parksiedlung
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