Geschichte Gratkorns
Hunderte Menschen aus den besetzten Ostgebieten muBten wahrend des Krieges in der Papierfabrik Zwangsarbeit verrichten. (AG) arbeiter", in der Folge auch zwangsdeportierte Russen und Ukrainer, mit der Zivilbev6lke- rung unterbunden werden sollte: Verbot des Besuches von Gast- statten, Verbot des Besuches deutscher Veranstaltungen, streng limitierte Ausgehzeiten, Verbot des Besitzes von Fahrra- dern und Photoapparaten etc.49 Diese "Ostarbeiter" muBten den Buchstaben "0" auf ihrer Klei- dung tragen, deutsche arbeits- rechtliche Vorschriften fanden aufsienurbegrenztAnwendung. Urlaubsfahrten waren in der Re- gel nicht m691ich, an Lohn er- hielten die "Ostarbeiter" effek- tiv etwa 25 Prozent des Lohnes eines deutschen Arbeiters.50 Der Reichsminister und spatere Generalgouvemeur von Polen, Dr. Hans Frank, der am 22. Janner 1939 unter dem Jubel der Bev61ke- rung nit dem Auto durch Gratkorn fuhr, stellte das Prinzip 1 944 klar dar: "Wenn wir den Krieg einmal gewonnen haben, dann kann mei- netwegen aus den Polen und aus den Ukrainem und dem, was sich hier herumtreibt, Hackfleisch gemacht werden, es kann gemacht wer- den, was will."51 49 Vg! Er!af3 des Pleichsstattha!ters in c!er Stelermark vom 30 Sep- tember 1940, Z!. I Pal, 386 Po 1/ 70, Bundschreiben des Landra~ tes des Landkrelses Graz Nr. 327 vom 17` Ju" 1940 (AG). Vgl. Such Dokument 3352 - PS im Numberger Knegsverbrecher- prozeB (lMT,1948, XXX!!I, S. 198 - 230) 50 St. Kamer,1986, S, 335ff. 51 Ansprache Dr. Hans Franks vor c!en politischen Leitern der NSDAP im Distrikt Krakau,14. Janner 1944. In. Okkupations- politik,1989` Nr.168, S. 292.
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