Geschichte Gratkorns
Die von der Papierfabrik errich- tete neue Wohnhausanlage im Jahre 1924. (Leykam 1925) Gesamtansicht der Gratkorner Papierfabrik vom Jahre 1925. (Leykam 1925) besitzen ungebrochene Aktuali- tat: "Die territorial gtinstige Lage, die unmittelbare Nahe der Landeshauptstadt Graz mtissen uns erkennen lassen, daB Grat- korn dereinst eine Grazer Vor- stadt bilden wird und diese Voraussicht wird sich bereits mit dem Momente erftillen, als das StraBenbahnprojekt G6sting bzw. Andritz - Gratkom verwirk- licht wird. Die Gemeinde Grat- kom wind sodann fur viele, wel- che in der Landeshauptstadt ih- rem Berufe nachgehen, ebenso aber wegen der sch6nen Lage fur viele, welche einen angenehmen Landaufenthalt suchen, eine be- gehrte Ansiedlungsstatte wer- den. - Doch urn nicht Zukunfts- musik zu machen, haben wir ja durch das Aufbltihen unseres In- dustrieuntemehmens den kolos- salen Aufschwung in den letzten Jahren erkannt und wir k6nnen, wohin wir heute blicken, erken- nen, dass der Geist des Fort- schrittes unseres Industrieunter- nehmens nicht rastet und rostet, sondem dass sich in den letzten Jahren eine so bedeutende Bau- tatigkeit entwickelt, dass ernst- lich daran gedacht werden muss, diese Bautatigkeit durch Anlegung geeigneter Verbau- ungsplane Rechnung zu tragen und die bauliche Entwicklung von Gratkorn auf stadtischer Grundlage auszubilden, damit die nachfolgenden Generationen nicht Ursache haben, uns einsti- gen Gemeindevertretern vorzu- werfen: Ihr habt Eure Zeit nicht begriffen und nicht erkannt , was Eure Pflicht gewesen. - Wenn wir heute den kommunalen An- forderungen in dieser Beziehung nicht entsprechen wtirden, so be- gingen wir eine Unterlassung, die ftir die Gemeinde von schwerwiegendster Bedeutung ware; wir k6nnten die Verant- wortung nicht dafur tragen, wenn wir unsere Aufgaben nicht voll erfassen, daB seinerzeit mit gros- sen Mtihen und finanziellen Op- fern das wieder nachgebracht und eingeholt werden mtisste, was wir heute versaumen. Und diese Absicht, dieses Prinzip der Gemeinde, an dem wir festhal- ten, ist wohl selbstverstandlich mit groBen und bedeutenden Op- fern verbunden. Sic dtirfen sich tiber diese Opfer nicht wundem, da wir Strassenztige anlegen mtissen, die erst im Laufe der Jahrzehnte zur Verbauung gelan- gen werden, was verursacht, dass die Einnahmen mit den Ausga- ben nicht gleichen Schritt halten k6nnen, weshalb auch die Steuerkraft in erh6htem Masse in Anspruch genommen werden muss.„3
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