Geschichte Gratkorns
Anton Kamper, Burgermeister von 12. August 1919 bis 31. Juli 1933. (AG) Gemeinderatswahl 1919 1924 1928 1932 Sozialdemokraten 1060 1586 1690 1349 Wirtschaftspartei 609 816 830 945 Kommunisten 102 NSDAP 136 Anton Kamper trat als erster frei- gewahlter Btirgermeister der Gemeinde Gratkorn sein Amt an. Mit "Vater Kamp- er", wie er auch respektvoll genannt wurde, beginnt die ununterbrochene Rei- he sozialdemokratischer B tirgermeister, sieht man von den Jahren 1934 bis 1945 ab, die durch ihr Engagement bedeuten- de Leistungen in der Kommunalpolitik initiierten. Kamper wurde am 23. April 1867 in Hafning, Kreis Leoben, geboren. Nach der Absolvierung von funf Klassen Volksschule arbeitete er als Eisenwalzer und kam in den Industriebetrieben des Mtirztales, Bosniens und in deutschen Stahlwerken in Kontakt mit der Arbei- terbewegung.1901 tibersiedelte Kamper mach Mitterdorf,1914 zog er mach Grat- kom, urn einen Posten als Rechnungs- fuhrer der Allgemeinen Kranken- und Untersttitzungskasse fur Steiermark und Karnten (Ortskrankenkasse fur Steier- mark) anzutreten. In die Amtszeit Anton Kampers fielen grundlegende kommunale Entscheidun- gen. Aufgrund zahlreicher Interventio- nen der bisherigen Ortsgemeinde wurde Gratkom am 10. Mai 1922 zur Marktge- meinde erhoben und mit einem eigenen Wappen ausgestattet. Die Namensande- rung von St. Stefan am Gratkom in Grat- korn war bereits im Jahre 1907 erfolgt.2 AnlaBlich der Feierlichkeiten zur Markt- erhebung hielt Btirgermeisterstell- vertreter Ing. Fritz Heese eine Rede, in der er auch zur damaligen Situation der Gemeinde und zu den laufenden Planun- gen Stellung nahm. Viele Feststellungen Wohnhauser ftlr die Beamten der Papierfabrik. Foto von 1924. (Leykam 1925)
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