Geschichte Gratkorns
Das Stiff Vorau in der Mitte des 17. Jahrhunderts. Paul Hartmann von Eibiswald verkaufte die fur den Raum Gratkorn so bedeu- tende Herrschaft Peggau am 3. Juni 1652 an das Stift Vorau. (G. M. Vischer,1681.) Auf den Anteil des Gratkorner Gebietes daran wird weiter un- ten gesondert eingegangen. Mit der Grundentlastung, der AUThebung der patrimonalen (grundherrschaftlichen) Ge- richtsbarkeit und der Konstituie- rung der vorerst mit begrenzter Autonomie ausgestatteten Ge- meinden verlor Peggau seine fur Gratkorn tiberragende Bedeu- tung. Am 7. September 1848 en- dete die Gehorsamspflicht der Gratkorner Untertanen gegen- tiber der Grundherrschaft Peggau, zu diesem Zeitpunkt im Besitz des Stiftes Vorau. Die bis dahin aus dem pers6nlichen Untertansverband re sultierenden Abgaben wurden ersatzlos auf- gehoben. Dies bedeutete also den Wegfall der Todesfallsabgabe, des Abfahrtsgeldes, der Waisen- dienste, des Heimfalssrechts, der herrschaftlichen Weide- und Jagdrechte, des Schankrechts und der Robotleistung zu Jagd- zwecken. Nach der Aufliebung des grund- herrschaftlichenUntertanigkeits- verhaltnisses und der grund- herrschaftlichen Gerichtsbarkeit wurde mit dem Patent vom 17. Marz 1849 ein provisorisches Gemeindegesetz erlassen.7 Die Gemeinde Gratkom, bestehend aus den Katastralgemeinden Kirchenviertel, FreBnitzviertel, Forstviertel und Friesach - St. Stefan war geboren. "Umgebung von Gratz, Nr. 7"; die Bezirke Peggau und G6sting. Karte urn 1800. (UB / SS)
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