Geschichte Gratkorns

"der Lauspuhel" genannt. Wir finden ihn bei Eggenfeld, in der Katastralgemeinde Friesach - St. Stefan. 1486 nennt das Gratweiner Urbar (AR) den Hof "am Lauspuhel", 1487 findet sich im Reiner Urbar (AR) die Bezeichnung "am Lawspuhl". Der Name stammt aus dem Sla- wischen und leitet sich von "1uza", (Sumpf), ab. Der Lausbichel bezeichnet also einen ziemlich feuchten Biche|.36 40 Leiten (1395) 1395 wind die Leiten als "in der Leithen" im Reiner Urbar (AR) erstmals urkundlich genannt. Mit "Leiten" wird zu diesem Zeit- punkt der Stidabhang des Haus- berges benannt, wie ja der Name Leiten allgemein fur einen steil abfallenden Berghang, fur steil abfallende Wiesen und Acker, im steirischen Wortschatz haufig verwendet wird. In den Grenzen der Katastralgemeinde Kirchen- viertel existieren in der "SchuBleithen" (ehemalige Sandbank in der Mur an der Stidostgrenze der KG Kirchen- viertel) und in der "Brunnleiten" (siehe Brunn) zwei weitere -lei- ten-Namen.37 41 Leiten (-peter) (1395) Etwa 500 in 6stlich des Dorfes Eggenfeld ist der Hof des vulgo Leitenpeter zu lokalisieren. Der Flumame selbst (siehe 41.) 1au- tet "in der Leiten" (Reiner Ur- bar, AR); er drtickt somit die Lage des Hofes in einer Berg- 1ehne (Abhang) aus. Die "Leite" bezeichnet also die Lage des Hofes am Westabhang des E88enberges.38 42 Linshalmer (ca. 1430) Als "yn Linshalben" wird im Teufenbacher Ur- bar von etwa 1430 (Kopie im Landes- archiv, HS 3180) der volgo Linshalmer erst- mals urkundlich genannt. Der Hof liegt bereits in Schirmleiten, weni- ge Meter 6stlich der Gemeinde- grenze, in Stattegg. 1486 wird der Hof als " im Linczhaim in s. Steffans pharr" , beziehungs- weise als "Linshalmer" er- wahnt. Von 1487 existiert einen Nen- nung als "im Lyncz".39 43 Lu(e)g (1202) Lug, besser unter Lueg bekannt, hieB der Wehrbau, der einst den west- 1ichsten Teil des Gratkorner Haus- berges kr6nte und von dort aus in stra- tegisch gtinstiger Lage (worauf der Name ja hin- deutet) das Murtal kontrollierte. Der Wehrbau ist heute abgekom- men und nur mehr fur den Fach- mann sind im Gelande die ein- stigen Lagen von Bergfried, Wohngebaude, Ringmauer und Graben zu erkennen. Am 13. Dezember 1202 gewahr- teHerzogLeopoldIV.von6ster- reich und Ill. von Steiermark dem Kloster St. Lambrecht ge- wisse Gerichtsrechte. Auf der in Graz ausgestellten Urkunde (Insert 1371 Stiftsarchiv St. Lambrecht, Kopie im Landes- archiv) testieren zahlreiche "ehr- bare Zeugen", darunter auch ein "Ott von Lueg". Nach den zwei "foramen"-Nennungen von 1265 (Rationarium Styrie, HHsta Ar- chiv Wien, Kopie im Landes- archiv) und 1271 (Urkunde, Landesarchiv), - sie bezeichnen die Burg Lueg -, wird 1287 erst- mals das "castrum dictum Luoge", also die Burg, genannt. Weiters wird "das Lueg an dem Ekhenperge" in einer Urkunde (Landesarchiv) aus dem Jahre 1342 explizit erwahnt. Im Rei- ner Urbar von 1395 (AR) sind "Foramen" und "Lueg" neben- einander belegt, 1434 heiBt es in Der vorbildlich restaurierte Bau- ernhof vulgo Hollackner (KG FreBnitzviertel Nr.16). Bereits im Jahre 1265 wird ein Hof in der "Horlachen" erstmals urkundlich genanntt (Foto I. Mirsch)

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