Geschichte Gratkorns

Grabstein des Backermeisters Michael Hausegger (1828 -1885) und seiner Tochter Maria, die bereits vierzehnjahrig verstarb. Hausegger war von 1866 bis 1869 und von 1879 bis 1882 Btlrgermei- ster. (Foto I. Mirsch) 12 Ebenda. 13 Ebenda, S 38 (§ 10/2). Staats-, Landes- und 6ffentliche Fondsbeamte; c) Officiere und Militarparteien nit Officiers- titel, welche sich im definitiven Ruhestande befinden, oder mit Beibehaltung des Militar- charakters quittiert haben; d) dienende sowohl, als pensio- nierte Militarparteien ohne Officierstitel, dann dienende und pensionirte Militarbeamte, in sofeme diese Personen in den Stand eines Truppenk6rpers nicht geh6ren; e) Advocaten, Notare, sowie Personen, welche einen akademischen Grad erhal- ten haben; f) 6ffentliche Leh- rer.„12 Dezidiert ausgenommen vom Wahlrecht waren aktive Gemeindebedienstete sowie "Personen, welche eine Armen- versorgung genieBen, in einem Gesindeverbande stehen, oder wie Tagl6hner oder gewerbliche Gehilfen einen selbstandigen Er- werb nicht haben."13 Nicht wahlberechtigt waren auBerdem Frauen. Nach diesen Prinzipien wurden bis zum Inkrafttreten des allgemei- nen, gleichen und freien Wahlrechtes in der Gemeinde St. Stefan am Gratkorn folgende Btirgermeister (damals Gemeindevorsteher genannt) gewahlt: Gemeindevosteher Josef Pinner Jacob Hasiba Michael Hausegger Jacob Hasiba Michael Hausegger Franz Sch6berl Michael Hausegger Johann SchrauBer Franz Sch6berl Anton Deutsch Mathias Hochstrar3er Hans Pinner Vulgoname Amtsdauer Grtlnwirt 1849 -1857 Paulitsch 1857 -1866 Bachbauer 1866 -1869 Paulitsch 1869 -1872 Bachbauer 1872 -1875 Nur3baumwirt 1875 -1879 Bachbauer 1879 -1882 Pucher 1882 -1892 Nur3baumwirt 1892 -1895 Kirchenstrobl 1895 -1899 1899 -1918 Grt]nwirt 1918 -1919 Bei den hier aufscheinenden Personen handelt es sich durchwegs urn die materielle Oberschicht der Gemeinde. Sie alle verfugten entweder tiber bedeutenden Grundbesitz oder tiber Immobilien. Das Zensuswahlrecht, das tiber die Steuerleistung die Grundbesitzer deut- lich bevorzugte und die besitzlosen Schichten (Arbeiter, Tagl6hner, Knechte, Magde etc.) von der Wahl wie Wahlbarkeit ausschloB, vermag diese Tatsache zu erklaren. Nach dem Ende der Monarchie, den Wahlrechtsreformen und der Einfuhrung des allgemeinen, freien und gleichen Wahlrechtes pra- sentierten sich auch auf Gemeindeebene die Verhaltnisse anders. Samtliche Btirgermeister, mit Ausnahme der unter autoritaten Staats- Btlrgermeister Anton Kamper Wilhelm Partbauer Franz Jocher Franz Sametz Pupert Sieber Wilhelm Partbauer Alois Schweinzer Fritz Wohlleitner Karl Waltl August Feldgrill Elmar Fandl Amtsdauer 12.8.1919 - 1.8. 1933 13.2.1934 - 13.3.1938 - 17.5.1945 - 7. 5. 1946 19.4.1955 - 22.4.1960 - 28. 9. 1971 27.8.1979 - seit 4. 12. 1987 31. 7. 1933 12. 2. 1934 13. 3. 1938 16. 5. 1945 6. 5. 1946 18. 4. 1955 22. 4. 1960 27. 9. 1971 26. 8. 1979 3,12.1987

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