Geschichte Gratkorns
Hochwasserkatastrophe 1966: Baulos Paach der Umfahrung Gratkorn (Murbrucke / UmfahrungsstraBe in Bau). (AG) germeisterFriedrichWohlleitner im Beisein von etwa 1000 Besu- chern das Gratkorner Sport- stadion. Im Zuge seiner Errich- tung war es zwar zu einigen UnmutsauBerungen gekommen, - manche hatten ein tiberdachtes Schwimmbad vorgezogen - , aber in der Folge erwiesen sich vor allem die FUBballfreunde als einfluBreicher. Bei der Er6ffnung waren die Unstimmigkeiten je- denfalls vergessen und in den nachsten Jahrzehnten sollten die Erfolge des FC Gratkom (heute FC KNP Leykam Gratkom) die Begeisterung fur den FUBball- sport kontinuierlich mehren. Das Hochwasser, das am 1. und 2. August 1965 die Gemeinde Gratkorn heimsuchte, bewies einmal mehr die Notwendigkeit des Hochwasserschutzes und Verbauung des Pickel-, Felber-, Dult- und R6tschbaches. Dies- mal wurden die LandesstraBe 212 (Friesach -Semriach) tiber- schwemmt, bzw. die Gemeinde- straBe („Schinderweg"). Tags darauf, am 2. August 1965, trat die Mur aus den Ufern und ver- wtistete insbesondere die tiefer gelegenen Wohnhauser „am Hartboden". Eine Hochwasserkatastrophe noch gr6J3eren AusmaBes (die Mur erreichte beinahe den Pegel- stand von 1938) suchte Gratkom am 18. August 1966 heim. Fries- ach, Eggenfeld und der Hart- Dle Umfahrungsstrar3e Gratkorn im Bau (1964). (AG) boden zahlten wieder zu den be- troffenen Gebieten; auch das Bauvorhaben „Umfahrungs- straBe" war, zumindest im Be- reich der neuen Murbrticke beim Baulos Raach, durch die Fluten gefahrdet. Ftir die Opfer der Hochwasserkatastrophe veran- staltete der Betriebsrat der Pa- pierfabrik ein FUBballspiel gegen die Direktion, die ihrerseits 60.000 S fur die Opfer spendete. Auch die Marktfeuerwehr hatte sich beim Hochwasser - Kata- stropheneinsatz abermals ausge- zeichnet und erhielt, auch als An- erkennung dafur, ein neues Tank- 16schfahrzeug. Die Entstehung und Entwicklung der StraBensiedlung Gratkorn beiderseits der Grazer / Brucker- straBe hatte seit der Intensivie- rung des Kraftfahrzeugverkehrs zu Problemen gefuhrt. Zu Be- ginn der 60er Jahre waren im Bereich Gratkorn bereits tiber 100 Verkehrsunfalle pro Jahr zu verzeichnen. Urn den Kem der Industriesiedlung vom Durch- zugsverkehr zu entlasten, erfolg- te der Bau einer 5,01 kin langen UmfahrungsstraBe (Hausberg- tunnel: 240 in), die am 2. Dezem- ber 1966 von Landeshauptmann Josef Krainer I. er6ffnet wurde. Das gesamte Bauvorhaben erfor- derte 65 Mio S, wovon 22,6 Mio S fur den Hausbergtunnel ver- wendet wurden. Der 26. Oktober 1967 brachte den Gratkomem die Er6ffiung der Dr. Karl Renner - Hauptschule.
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