Geschichte Gratkorns

dieses alten Gratkorner Kinos maB 24 mal 15 Meter und wurde vom Grazer Jakob Simmon be- trieben. Gratkom am Ende der Phase des „Wiederaufbaues" im Spiegel des Voranschlages fur das Jahr 1960: Von besonderer Bedeu- tung sind der Ausbau des Wirtschaftshofes (800.000 S), des Sportplatzes (300.000 S), der Ankauf eines Lastkraftwagens (300.000 S) und der beabsichtig- te Schulbau (3 Millionen S), soll- te ein ZuschuB des Landes gesi- chert sein. Der ordentliche Haus- halt sah weiters eine halbe Mil- lion Schilling fur die Erhaltung und den Ausbau von Wegen vor, ebensoviele Mittel waren fur Kulturf6rderung und Musik- pflege vorgesehen, Ftirsorgewe- sen und Jugendhilfe erforderten 900.000 S. Ftir den weiteren Ausbau der StraBenbeleuchtung waren 80.000 S vorgesehen, fur Kanalisation 350.000 S, fur die Feuerwehren tiber 100.000 S und ftir die Landwirtschafts- f6rderung tiber 150.000 S. Weiters beschloB der Gemeinde- rat, der Markt- und Werkskapelle 50.000 S fur den Kauf von In- strumenten zur Verfugung zu stellen. Uber Antrag des dama- ligen Finanzreferenten Steiner faBte der Gemeinderat den ein- stimmigen BeschluB, fur das Gebiet nord6stlich der Hans - Lampl - Siedlung einen Flachennutzungs- und Bebau- ungsplan zu erstellen, urn Baulandreserven zur Verftigung zu stellen. - Insgesamt sah der ordentliche Haushalt Einnahmen von 6.100.000 S und Ausgaben von 6.400.000 S vor, der auBer- ordentliche Haushalt sah 3.700.000 an Einnahmen und 4.400.000 S an Ausgaben vor. Am 1. Mai 1958 erfolgte der Spatenstich zum Bau eines Kulturheimes (Volksheim) beim sogenannten Bognereck; am 17. Marz 1960 war der Bau vollen- det. Btirgermeister Schweinzer, der damalige stellvertretende Volksheim - Vereinsobmann Roth, die Abg. z. NR Zingler und Abg. z. Landtag Sebastian und der „Vater" des Baues, Zentral- betriebsratsobmann Suppan nah- mendieEtoffnungvorundkonn- ten zahlreiche Ehrengaste begrti- Ben. Bislang hatte die alte, 1890 er- richtete Werksrestauration auf dem B etriebsgelande der Papier- fabrik als Kulturzentrum gedient, daneben vorerst als Beamten- messe, ab 1939 als Werksktiche. Hier lemten die Gratkomer das Tanzen, hier wurden treue Mit- arbeiter der Fabrik geehrt und zwischen 1949 und 1960 hatte sich sogar ein Tonkino etabliert. Zu Beginn des Jahres 1960 wur- de das Gebaude der alten Werks- restauration abgebrochen und ein Teil des Baumateriales wieder- verwertet. Die Gemeinderatswahlen des Jahres 1960 hinterlieJ3en in Grat- korn einen bitteren Nachge- schmack, denn die zwei aus- sichtsreichsten Kandidaten der Spa 1ieferten sich ein wenig no- bles Gefecht, in das schlieBlich ein Ehrengericht der Partei ein- greifen sollte. Aus der Gemein- deratswahl ging zwar die Spa mit 2.041 Stimmen als starkste Partei hervor, jedoch mit 274 Stimmen Verlust gegentiber 1955. Die OVP gewann 79 Stim- men und kam auf 823 Stimmen. Die Mandatsverteilung im Ge- meinderat lautete 14 SPO : 5 0VP : 1 FP6 : 1 KP6. Am 22. April wurde damn Friedrich Wohlleitner zum Btirgermeister, Zentralbetriebsratsobmann Jo- hann Suppan zum ersten und der Bauer Alfred Rinner zum zwei- ten Btirgermeisterstellvertreter gewahlt. Gemeindekassier wur- de Kurt Roth, der fur beinahe drei Jahrzehnte dieses Amt be- kleidete. Gratkorn in den 70er-Jahren: Sozialer Wohnbau und das Volksheim. (Sammlung J. Kopsche)

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