Geschichte Gratkorns
Papierherstellung urn 1840: "Ansicht der Papiermaschine in der k. k, priv.[ilegierten] Maschinen Papierfabrik des Herrn Friedrich Lenk in Gratz." Lithographie von Alexander Maschek. (Fabriksbilder-Atlas, Xl. und XIl. Lieferung,1842. Tafel 11,) Jakob Syz, der im Jahre 1850 urn 100.000 Gulden die Fabrik von Benedikt Ziegler erworben hat- te, sorgte fur einen forcierten Ausbau des Unternehmens. Syz betrieb tibrigens noch 1857 in Eisbach einen Kohlenabbau, bei dem 24 Mann beschaftigt waren. In einem Firmenverzeichnis der "Gratzer Handels- und Gewerbe- kammer" aus diesem Jahr wird die Papierfabrik noch als "Ziegler & Comp." bezeichnet, Syz scheint als Gesellschafter auf.10 Der rtihrige Mann erregte seinerzeit auch als Politiker ei- niges Aufsehen, 1871 bis 1874 geh6rte er dem Abgeordneten- haus des 6sterreichischen Reichsrates an; mit Adalbert Swoboda, dem Redakteur der Grazer Tagespost, verursachte er im Herbst 1878 durch Indiskre- tionen einige Aufregung im Ab- geordnetenhaus.11 AUBerdem war Syz von 1869 bis 18710b- mann der Bezirksvertretung Um- gebung Graz, einer zwischen Landtag und Gemeinden stehen- den Institution.12 Im Jahre 1852 produzierten 73 Arbeiter 4800 Zentner Papier. Bin Jahr darauf beschaftigte die Papierfabrik des Jakob Syz 84 Mitarbeiter, die 500 Tonnen Pa- pier herstellten. Der Maschinen- park umfaBte acht Hollander, zwei Dampfmaschinen zu je 16 PS, eine Papiermaschine, eine Turbine und zwei Wasserrader. 13 Urn die Mitte des 19. Jahrhun- derts bedingte die rasche indu- strielle Entwicklung, die auch in der Papierindustrie den Einsatz erheblicher finanzieller Mittel erforderte , den ZusammenschluB einzelner Familienuntemehmen zu einer Rechtsform. Erst da- durch wurde es m691ich, die zur technischen Ausstattung eines
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