Geschichte Gratkorns

Schulklasse der Volksschu!e Friesach urn 1925. (LMJ, Bild- und Tonarchiv, F}F 52305.) nen, zu leisten. Auf der Herr- schaft Peggau lasteten 13 Pro- zent, auf Rabenstein 10,7, auf G6sting 6,8, auf Liebenau 6,4 Prozent und der Rest auf zw61f weiteren Grundherrschaften. Urn das Jahr 1824 wurde auch die Friesacher Gemeindeschule in Worth gegrfundet. 1852 waren 84 Hauser hier eingeschult.t° Der Lehrer in St. Stefan Franz Fauland wird als eifriger Mann beschrieben, dennoch vermoch- ten sich die Schtiler unter seiner Obhut nur mangelhaftes Wissen anzueignen. 1825/26, die Schti- 1erzahl war inzwischen auf 112 angestiegen, half Caspar SchrauBer (vgl. vulgo SchrauBbauer in der KG Grat- korn-St. Veit ob Graz) fur ein Grabstein der Schulmeistersgattin von St. Stefan, Katharina Zimma (1806 -1868). (Foto I. Mirsch) Jahr aus, dann trat Cajetan Glettler als Gehilfe ein. Seitdem Fauland nicht mehr alle tiber 100 Schtiler allein unterrichten muB- te, verbesserten sich auch die Leistungen.11 Am 25. August 1851 verstarb Franz Fauland, am 12. Novem- ber 1851 begann Mathias Zimma seine Tatigkeit als Lehrer, auch er kam nicht ohne Gehilfen aus. Vier Jahre spater entsprach der Pfarrsprengel dem Schulsprengel, auch Schattleiten, obwohl damals noch nicht zum Gemeindegebiet geh6rig, war Teil des Schulsprengels St. Ste- fan. 1855 besuchten aus 168 Hausern 147 Kinder die Pfarrschule, 47 den Wiederholungsunterricht, 1857 belief sich die Schtilerzahl auf 151 Kinder. Mathias Zimma er- hielt aufgrund seiner hervorra- genden padagogischen Leistun- gen den Titel "Musterlehrer" ver- 1iehen. Der hochbetagte Zimma hatte bis zum ErlaB des Reichs- volksschulgesetzes 1869 -zeit- weise sogar ohne Gehilfen -151 Kinder zu unterrichten.12 Im Jahre 1860 besuchten 165 Schtiler die Werktagsschule, 37 die Sonntagsschule. Bei zwei Lehrem kamen 101 Schtiler auf einen Lehrer, die gesamte Ge- meinde zahlte damals 1524 Ein- wohner.13 1868, am Vorabend des Reichsvolksschulgesetzes weist der Schulsprengel der Pfarrschule (Trivialschule) St. Stefan 139 schulpflichtige Kin- der auf, alle 139 Kinder besu- chen die Werktagsschule. (Im gesamten Bezirk Umgebung- Graz kamen zu diesem Zeitpunkt rund 90 Prozent der Kinder der Schulpflicht mach.) Zum Besuch der Wiederholungsschule waren 38 Kinder vexpflichtet, 33 kamen ihrer Schulpflicht mach. Ftir den Unterricht stand ein eigenes Schulgebaude zur Verfugung, in dem ein Lehrer und ein Unter- lehrer unterrichte- ten. Als Schul- reprasentant fun- gierte bereits ein Schulkonkurrenz- ausscriuB. Die von der Gemeinde St. Stefan erhaltene Schule in Friesach verfugte tiber einen Lehrer. Er hatte 46 Kinder in der Werk- tagsschule zu unter- richten, 13 besuch- ten die Wieder- holungsschule. Schulreprasentant war die Gemeinde St. Stefan am Grat- kom.`4

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