Geschichte Gratkorns

Das stldliche Gratkorner / Gratweiner Becken mit dem Murdurchbruch urn 1850. Man beachte den alten Murverlauf, den Verlauf der alten Post- und KommerzialstraBe (Wiener- straBe) sowie die diversen Ob- jekte und Hofnamen. (Sammlung I. Mirsch.) 12 F. X. Hlubek, i860, S 150f. 13 G` R Burkert,1993, S.158 14 APG, Abl6sung der Kirchenab- gaben (1878), herrschaftlichen Gerichtsbarkeit (obrigkeitliches Jurisdiktions- recht) und der Dorfllerrlichkeit entstammten. Ein Drittel dieser Summe hatte der Bauer inner- halb von 20 Jahren zu bezahlen, ein Drittel tibemahm der Staat, ein Drittel hatte die Grund- herrschaft selbst zu tragen. So erhielt das Stift Vorau als Inha- ber der Grundherrschaft Peggau 56.628 Gulden und 30 Kreuzer an Entschadigung, die Kirchengtilt St. Stefan am Grat- kom erhielt 565 Gulden und 10 Kreuzer.12 Diese "Befreiung" stellte die Gratkorner Bauem wie die hier ehemals begtiterten Grund- herrschaften vor neue Probleme. Die Eigenverantwortlichkeit fur ihre wirtschaftliche Existenz war fur die Bauem ungewohnt. "So wurde die Bauernbefreiung aus- 16sendes Moment fur den sptir- baren und sichtbaren Niedergang des Bauemtums in seiner alten Form.»i3 Deutlich kommt der Unterschied in der materiellen Lage der Gratkorner Bauern in den Kirchenabgaben des Jahres 1878 zum Ausdruck. In diesem Jahr wurde die Naturalsammlung fur den Pfarrer und Mesner von St. Stefan durch eine Geldsammlung abgel6st. Nachstehende Tabelle 14 beweist, daB sich das Gefalle zwischen den Gemeinden des Murtales und jenen des Berglan- des verstatkt hatte. Im Kirchen- viertel und in Friesach wohnten die begtiterten Bauem, im Forst- und FreBnitzviertel die minder begtiterten. Dieses Grundmuster deckt sich mit jenem von 1822.

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