Geschichte Gratkorns
Kulturpolitik in Gratkorn bedeutet nicht nur die Subventionierung traditionel[er Vereine nach dem Gieskannenprinzip. Wirtschaftli- che Starke erm6glicht innovative Projekte, in diesem Falle im Bahmen der so ge- schichtstrachtigen Zigeunerh6hle. (Samm- lung I. Mirsch) schirmzeitung fur mehr als 1000 Anschltisse) standig tiber aktuelle Informationen aus wichtigen kommunalen Berei- chen verfugen. Als spezieller Schwerpunkt ist die gegenwartige Jugendpolitik zu nennen, wobei Fandl - mit Untersttitzung aller politischen Mandatare - das Prinzip „Jugend weg von der StraBe" vertritt. Dazu zahlen eine aktive Jugend- beschaftigungspolitik, die Lem- betreuung, der Neubau eines Ju- gendzentrums, ein neues Schul- schwimmbecken sowie die neue Sporthalle. Fandl, selbst begei- sterter Sportler und Sport- funktionar, sieht im Sport eine der M6glichkeiten sinnvoller Freizeitbeschaftigung. Die Ent- stehung von „Subkulturen", Ju- gendkriminalitat und „sozialen Ghettos" soll so vermieden wer- den. Die Marktgemeinde Gratkorn entwickelte sich im Laufe ihrer Geschichte zu einem zentralen Industrieort, zu einem Arbeits- zentrum des Bezirkes. Zeichne- te dafur in der Vergangenheit in erster Linie die Papierfabrik ver- antwortlich, so verfolgt die Ge- meinde seit geraumer Zeit die In- tention, auch fur bestehende, er- weiterungsfahige sowie fur neue Betriebe Anreize zu schaffen. „Wir haben erkannt, daB wir uns nicht auf Gedeih und Verderb dem Auf und Ab in der Papier- industrie ausliefern dtirfen - so wichtig die KNP - Leykam fur uns nach wie vor ist. Deshalb haben wir Betriebe angesiedelt und darauf geachtet, daB sich der Handel weiterentwickeln kann."28 Erreicht wird dies unter anderem durch die B ereitstellung von Flachen zur Ansiedlung von Mittelbetrieben, insbesondere unter Berticksichtigung von Bev6Ikerungsentwicklung seit 1782 (Quelle: Pfarr- u. Volkszahlungen) Grafik I. Mirsch standortgtinstigen Lagen, Infrastrukturangebot und unter Minimierung von Nach- barschaftskonflikten mit der Wohnfunktion. Unter Beachtung aller relevan- ten 6konomischen und 6kologi- schen Rahmenbedingungen soll Gratkorn ein Nahversorgungs- zentrum mit voller Ausstattung werden, urn dem AbfluB der Kaufkraft in Richtung Graz ent- gegenzuwirken. In Zusammen- hang damit wurde in Gratkorn ein zentral gelegenes Ortszen- trum (Andreas Leykam P|atz)29 geschaffen. So konnte Gratkorns Funktion als primarer Arbeitsstandort fur die Umlandgemeinden erhalten und ausgebaut sowie die Zuwan- derung jtingerer Altersgruppen untersttitzt werden. Gleichzeitig wird die Attraktivitat der Ge- meinde als Wohnstandort ftir die einheimische Bevolkerung suk- zessive gehoben. Als wesentli- che Elemente dienen dabei die eben beschriebenen Verbesse- rungen der Infrastruktur, die Er- -Bevdikerungsentwicklung Ki rchenv. -Bewlkerungsentwickl ung FreBnitzv. ± Bev6lkerungsentwickl ung Forstv. i+ Bev6I kerungsentwickiung Fnesach i!r Bev6l kerungsentwicklung G. -St. Veit ~ Bevdi kerungsentwicklung hife Gratkom weiterung des Freizeitangebotes und die Hebung des kulturellen Angebotes. Die von der Marktgemeinde ver- folgte Politik raumt 6kologi- schen Prinzipien ebenso hohen Stellenwert ein: Das Berg- und Htigelland bedarf des Schutzes vor weiterer Zersiedelung, urn seine Funktion als Naherho- 1ungsgebiet zu erhalten. Land- wirtschaftliche Flachen in den Vorranggebieten Friesach - worth und Eggenfeld mtissen gesichert werden, raumliche Ver- flechtungen mit Wohngebiets- schwerpunkten sind jedoch zu bereinigen.Wichtig ist die Erhal- tung der Waldbestande, darunter Auwaldreste an der Mur, beson- ders in der Funktion als Schutz- wald. Der Grfungtirtel soll, wie die Waldausstattung des gesam- ten Gemeindegebietes, erhalten bleiben. Gleiches gilt ftir Natur- und Kulturdenkmale sowie er- haltenswerte B iotopkomplexe. 30
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