Geschichte Gratkorns

Altbtlrgermeister Alois Schweinzer (1955 -1960) erhielt im Jahre 1972 den Ehren- ring der Marktgemeinde. (AG) Altbtirgermeister Alois Schweinzer erhielt am 15 . Janner 1961 das „Silberne Verdienst- zeichen fur Verdienste urn die Republik Osterreich". Josef Graf, Obmann der KPO, Ortsgruppe Gratkorn, starb am 15. Februar 1961 in einem Gra- zer Mtihlgang. Gemeinderat Graf wurde Zeit seines Lebens keine Auszeichnung zuteil, doch auch er verdient es, hier erwahnt zu werden. Graf, er wohnte am Kapellenweg 335, war schwer kriegsversehrt und versah seinen Dienst als Portier in der Papier- fabrik. Der tiberzeugte Kommu- mist erledigte fur viele Gratkorn- er unentgeltlich Beh6rdenwege, half bei der Einbringung von Rentenantragen und komplizier- ten Eingaben an Amter. Graf er- freute sich hohen Ansehens und wurde auch von den politischen Gegnern tiber das tibliche MaB hinaus geachtet. Btirgermeister Friedrich Wohlleitner fuhrte wahrend sei- ner Amtszeit auf dem Gebiet des sozialen Wohnbaus die Politik Schweinzers weiter, in den Be- reichen Bildungs-, Kultur- und Verkehrspolitik setzte er neue Akzente. Ftir diese neuen Akzen- te, vor allem aber fur eine aus- geglichene Finanzpolitik, zeich- nete in der Folge Gemeinde- kas sier und B etriebs-ratsobmann Kurt Roth verantwortlich. Kurt Roth erhielt, neben zahlreichen anderen hohen Auszeichnungen, im Jahre 1968 das Goldene Eh- renzeichen fur Verdienste urn die Republik Osterreich. Ein Blick auf den Budget - Vor- anschlag 1963 veranschaulicht die Tendenzen der 60er Jahre deutlich. Im auJ3erordentlichen Haushalt waren Einnahmen von etwa 3,5 Millionen Schilling und Ausgaben von etwa 15 Millionen Schilling vorgesehen: 2 Mio S fur sozialen Wohnbau mit 16 Wohnungen; 800.000 S fur einen neuen Unimog, Ladegerat, Schneefrase, Asphaltierungs- maschine und Anhanger fur die Mtillabfuhr; 370.000 S fur einen neuen Fakalienwagen. Vom or- dentlichen Haushalt, der sich mit 9.794.000 S ausgeglichen dar- stellte, wurden 600.000 S fur die Errichtung der Hauptschule zu- rtickgelegt. Ftir die Schulen wa- ren 300.000 S vorhanden, 200.000 S davon allein fur die Musikschule; 250.000 S kamen der Kulturf6rderung, Orts- versch6nerung und der Vereins- forderung zugute. Ftirsorgewe- sen: etwa 1.000.000 S; Gesundheitsforderung: 600.000 S (davon 200.000 S Jugend- forderung); Wege und Wegeauf- schlieBung: 1 Mio S; Feuerweh- ren: 100.000 S; Kanalisation: 500.000 S; Wasserversorgung: 265.000 S; Landmaschinenhof: 80.000 S; Schadlingsbekamp- fung: 83.000 S; Tierzucht- forderung: 50.000 S; Hagelab- wehr: 25.000 S. Die Gemeinde- rate Waltl (SPO) und Halsegger (OVP) initiierten auBerdem Studienbeihilfen fir Gratkomer i Hoch- und Mittelschtiler. Ungel6sten Problemen sorgten damals fur Diskussionsstoff: die Kanalisierung (projektiert 40 Mio S); der neue Sportplatz; Re- gulierung des Felber-, Pickel- und R6tschbaches; die Instand- haltung und Asphaltierung von 62 kin GemeindestraBen; die Er- richtung der Umfahrung. Als ungerechtfertigte Belastung empfand der Gemeinderat zu dieser Zeit vor allem die hohe Landesumlage in der H6he von tiber 900.000 S. „Der Gemein- derat sieht ein, daB die Industrie- gemeinden fur die finanzschwa- chen Landgemeinden beisteuem

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