Geschichte Gratkorns

Das Gemeindeamt in St. Ste- fan wird fertiggestellt, Sitzend, dritter von rechts: Btlrgermei- ster Anton Kamper. (Samm- lung F. Stolz, Gratwein) Das Marktgemeindeamt in St. Stefan, erbaut von Max Mord in den Jahren 1924 und 1925. Die Architektur deutet auf die Nahe zur Heimat- schutzbewegung hin. (Aufnahme urn 1965.) (Archiv BDA Graz) tigt werden. In diesem und im folgenden Jahr erfolgte auch die Asphaltierung der Wiener- und GrazerstraBe. Zu einem Streik kleineren AusmaBes kam es le- diglich am 3. Dezember 1932, als Arbeiter der Papierfabrik gegen drastische Lohnktirzungen pro- testierten. Wahrend der 20er und 30er Jah- re wurde der Maschinenpark kontinuierlich modernisiert. 1924 nahmen zwei neue Kocher den Betrieb auf und die Auf- bereitungsanlage wurde moder- nisiert, 1926 muBten die alte Entwasserungsmaschine abge- tragen und die Kiesheizerei mo- demisiert werden. 1927: Einbau des zweiten Bleichhollanders; 1929: Errichtung des neuen Saureturmes und Inbetriebnah- me der dritten Entwasserungs- maschine in der Zellstoffabrik, Umbau der Kiesheizerei; 1930 - 1935: Modernisierung der Pa- piermaschinen; 1936/37: Moder- nisierung der Chloranlage.6 Als einer der mal3geblich an die- sen Projekten Beteiligten ist Oberingenieur Rupert Sieber zu nennen, der von 17. Mai bis 25. November 1945 auch als sozial- demokratischer Btirgermeister der Marktgemeinde amtierte. Bereits in den 20er und 30er Jah- ren beeinfluBte Sieber maBgeb- 1ich die infrastrukturelle Planung Btirgermeister Kampers. Als wichtige Projekte sind hier der Ausbau der kommunalen Was- serversorgung (Baubeginn im Herbst 1931) und die Errichtung des Altersheimes sowie des Ge- meindeamtes zu nennen. Der Ausbau der kommunalen Was- serversorgung trug auBerdem wesentlich zur Verbesserung der

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