Geschichte Gratkorns

korn im Jahre 1885 zu werfen. Die gesamte Gemeinde erstreck- te sich tiber 2.593,250 ha, in 209 Hausern wohnten 1.536 Men- schen, 746 mannlich und 790 weiblich. (1868: 208 Hauser, 1.184 Menschen, 583 mannlich, 601 weiblich). St. Stefan selbst bestand aus 17 Hausern, man verfugte tiber einen Wundarzt, eine zweiklassige, gemischte Volksschule und ein Armen- institut.15 Durch die Expansion der Papier- fabrik verfugte St. Stefan am Gratkorn auch sehr frtih tiber eine Freiwillige Feuerwehr. Drei Jahre nach der Ubernahme des Betriebes durch die Leykam - Josefsthal AG, 1873, wurde un- ter dem ersten Hauptmann Carl Winter eine Werksfeuerwehr ge- grtindet. Eine pferdebespannte Handdruckspritze zahlte zu den ersten Fahrzeugen, im Jahre 1900 wurde ein neues "Requisitenhaus" errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr Gratkorn -Markt wurde 1902 von Volks- schuldirektor Jakob W6hrer ge- grtindet. Dem Gemeindearzt Dr. Moritz Fischereder, der an seine Lieblingspatienten Fotos von sich mit markigen deutschnatio- nalen Sprtichlein verteilte, war schlieBlich die Grtindung einer selbstandigen Rettungsabteilung im Jahre 1912 zu verdanken.16 Mit der Gratkorner Papierfabrik als Rtickgrat entwickelte sich der Konzern bis zum Ausgang des 19. Jahrhunderts zum fuhrenden Untemehmen in der Papier- und Zellstoffindustrie.1883 beschaf- tigte die Gratkorner Papierfabrik bereits 650 Personen, die taglich an die 5 .000 kg feinsten Schreib- und Bticherpapiers erzeugte ; der Export ging hauptsachlich in die Ttirkei, mach England und Deutschland. Urn diese Zeit stan- den bereits zwei Papiermaschi- nen mit 32 Hollandern, zwei Hademschneidmaschinen, sechs Die Papierfabrik vormals Jacob Syz, 8. Ziegler & Co. im Jahre 1853. Signiert und datiert: "Joh. Passini,1853". (Leykam 1925) Die Papierfabriken der Leykam- Josefsthal in Gratwein (!) und in Josefsthal (r.), V[gnette aus dem zweiten Drittel des 19. Jahrhun- derts. (LMJ, Bild-und Tonarchiv, PIF 49739.)

RkJQdWJsaXNoZXIy NjM5MzE=