Geschichte Gratkorns
BfiuEffiEH]eELE§ ELEBEREp ELAENBwlffiF§eELAFEEE uREE» vEffiwAELHusEN® " ]H®p i®® EL#ENB ]9® JAELffiELusREBEffiHF Wahrend des 13. und 14. Jahr- hunderts waren freie und unfreie Bauern zu einem relativ homo- genen Stand verschmolzen, zum "armen, gemeinen Mann". Bei- nahe alle Bauem waren Unterta- nen von Grundherrschaften oder Gtilten, nur wenigen gelang der Schritt in die Freiheit. Die vier alten Steuer-, spater Katastralgemeinden, Kirchen- viertel, Friesach, Forstviertel und FreBnitzviertel existieren seit 1770 und geh6rten bis 1848 zum Bezirk der Grundherrschaft Peggau. Der Amtmann der gr6B- ten im Bezirk gelegenen Grund- herrschaft, in diesem Falle Peggau, hatte nicht nur die Inter- essen der Grundherrschaft zu wahren, er hatte im Auftrage des Staates fur verwaltungstechni- sche Belannge und die Sicher- stellung der Infrastruktur zu sor- gen und war dem Kreis- hauptmann unterstellt. In diesem Jahr 1770 wurde mit der Schaffung der Werbbezirke die Grundlage der modernen Verwaltung gelegt. Der Werbbezirk Peggau umfaBte die Pfarren Semriach und St. Stefan, also zwei Markte und 15 Ge- meinden, in denen eine noch gr6- Bere Anzahl von Grund- herrschaften begtitert war. Fol- gende Aufgaben hatte Peggau in Gratkorn zu erftillen: "Ihre Pflicht ist es, die von dem Kreis- amte, wozu sic gehoeren, erhal- tenen Currenden, auch sonstige Auftraege in Vollzug zu bringen, und solche auch den uebrigen Jurisdictionen ihres Bezirks (Magistraten und Dominien) zur Vollziehung mitzutheilen; sic sind gleichsam die ersten politi- schen Instanzen."1 Der Name Werbbezirk stammt tibrigens von der Aufgabe, die Aushebung der Rekruten durchzufuhren. "Werb-" meint das Anwerben von Soldaten. Die Verpflichtungen der Grat- korner Untertanen gegentiber den Grundherrschaften waren mach wie vor in Urbaren aufge- zeichnet. Diese Urbare sind fur den Gratkomer Raum gut erhal- ten2 , wenn auch manche Herr- schaften nicht immer die F}uine Peggau urn die Mitte des 19. Jahrhunderts. (C. Beichert, 1863 - 1866.) Vom Amtshaus der Bezirks- herrschaft Peggau aus wurde bis 1848 auch Gratkorn verwaltet. Bis zum Jahre 1804 sar3en die vom Stift Vorau eingesetzten Ver- walter, darunter auch der Vater des bertlhmten Freiherrn von Prokesch - Osten, auf der Burg, dann zogen sie ins Amtshaus. Die Burg verfiel nach 1804 rasch. (Foto E. Kolle)
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